Hausarztpraxis Dr. med. Ulrich Kämpfe Praktischer Arzt · Kurarzt · Chirotherapie · Sportmedizin
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Die Chirotherapie

Die Chirotherapie (auch manuelle Therapie) ist auf  Störungen in der Funktion des Bewegungsapparates, speziell der Wirbelsäule, gerichtet. "Chiros" ist das griechische Wort für Hand. Somit sind hier die Hände die einzigen Instrumente des Arztes bei der Diagnostik und Therapie.
Durch besondere Handgriffe mit Zug- oder Hebelwirkung lassen sich vorübergehende Funktionsstörungen  und Fehlstellungen der Wirbelsäule und der Gelenke korrigieren. Diese Funktionsstörungen bezeichnet man in der Chirotherapie als Blockaden. Sie verursachen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Verspannungen der Muskulatur. Beschwerden, die durch Verschleiß, Entzündungen oder andere Veränderungen an den anatomischen Strukturen auftreten, können durch die Chirotherapie nicht behandelt werden.

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Blockierungen entstehen plötzlich durch eine ungewöhnliche Belastung, zum Beispiel beim Heben schwerer Lasten in gebückter Haltung  oder aber durch längere Zwangshaltungen bei Arbeiten in unbequemer Stellung. Auch nach Unfällen wie dem Schleudertrauma der Halswirbelsäule kann es zu Blockierungen kommen.

In blockierten Bereichen der Wirbelsäule werden oft Nervenwurzeln gereizt, wodurch Schmerzempfindungen ausgelöst werden. Auf diesem Weg können Blockaden für eine ganze Reihe von Beschwerden verantwortlich sein. Der Chirotherapeut stellt die Diagnose durch das Betrachten und Testen der Wirbelbeweglichkeit und der Gelenke.

Wie werden Blockierungen behandelt?
Zunächst bringt der Chirotherapeut den Patienten in eine zur Behandlung geeignete Körperhaltung. Das blockierte Gelenk wird nun vorsichtig zur Probe in die freie Richtung bewegt. Im entscheidenden Schritt gibt der Chirotherapeut mit speziellen Handgriffen einen kleinen, schnellen Impuls über den sanften Anschlag der Gelenksbeweglichkeit hinaus. Dieser ist normalerweise nicht schmerzhaft. War die manuelle Therapie erfolgreich, ist die Blockierung gelöst und die Beschwerden bessern sich fast augenblicklich. In vielen Fällen reicht schon das gezielte rhythmische Bewegen der Wirbelsäule zur Blockadelösung aus. Unmittelbar nach der Behandlung verschwinden die Muskelverhärtungen und die volle Beweglichkeit ist wieder hergestellt. Es kann ein leichter "Muskelkater" zurück bleiben, weil die Muskulatur im verkrampften Zustand stark beansprucht wurde.

Um ein Wiederauftreten von Blockaden zu verhindern, ist regelmäßige sportliche Betätigung sowie kurze Bewegungs- oder Lockerungsübungen am Arbeitsplatz sehr wichtig. Gezieltes Training der Rückenmuskulatur hilft, die Wirbelsäule zu stützen und zu entlasten.

Welche Risiken entstehen durch die Chirotherapie?
Die Chirotherapie birgt eigentlich keine Risiken, wenn sie richtig angewendet wird und nur die gesunde, stabile Wirbelsäule behandelt wird. Bei Verdacht auf eine Vorerkrankung der Wirbelsäule oder Gelenke, z.B. Osteoporose oder Arthrose), werden vor der Behandlung Röntgenbilder angefertigt. Die Halswirbelsäule sollte nur besonders schonend von erfahrenen Chirotherapeuten behandelt werden, da hier die  Blutversorgung des Kopfes gefährdet werden kann.
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